„Schwarze Schafe“ oder eine „kleine“ Kolumne über Probleme im Wald.

Beschwerden über „rasende“ und „rücksichtslose“ Mountainbiker wird es ebenso ewig geben, wie die über freilaufende und nicht hören wollende Hunde, sich auf Wegen erleichternde Pferde und Wandergruppen, Spaziergänger und Familien, die partous keine anderen Waldnutzer akzeptieren wollen.


Das alte Spiel, die selbe Leier, dieselben üblichen Verdächtigen? Eine Kolumne von Markus Klunte.


Fassen wir uns doch einfach mal selbst an die Nase und schauen unser Handeln und Agieren selbst an:


Wir fahren teilweise mit hohem Tempo durch die Wälder, teils in Gruppen die das Dutzend voll bekommen und durch die unterschiedlichen Leistungsstufen der teilnehmenden Mountainbikerinnen und Mountainbiker zieht sich solch ein Tross sehr in die Länge. Dies kann man nun für gut heisen, es verurteilen oder, denkbar schlechteste Lösung, es ignorierend abwinken. Klar ist auch eine Wandergruppe von 15 Wanderern mit Bollerwagen, Kindern und Hunden groß und während ein oder mehrere Biker passieren wollen springt der Hund von links zum Frauchen nach rechts, während Tante Erna noch eben zu Onkel Heinz rüber will weil es sich dort besser warten lässt und Klein-Fritzchen springt dazwischen, weil er mitten auf dem Weg einem Regenwurm das Leben retten will, schwupps passiert es: CRASH!!!!


Sind wir mal ehrlich, egal ob 3 oder 13 Mountainbiker, es wird immer Situationen geben, die brenzlig werden könnten. Also was tun?


LANGSAM FAHREN – DAFÜR SIND DIE BREMSEN DA!!!


Die Regel ist ganz einfach: Wenn man andere Waldnutzer erkennt, abbremsen, langsam vorbei, danken und gut ist. Wenn die doofe Strava-Zeit dahin ist, dann ist sie eben dahin, diese App ist sowieso eine Krux.


Klingeln? Bloß nicht, denn das wird heutzutage als provokant eingestuft und beim Klingeln springen sowieso alle wie wild durcheinander und dann klingeln die anderen mit und man hat das Gefühl mit Blicken erschlagen zu werden. Freundlich grüßen, ein frendliches „Hallo!“, ein nettes „Mahlzeit!“ udn nach dme Passieren der Gruppe oder des einzelnen Wanderers ein liebes „Dankeschön“ und „Schönen Tag noch“ wirkt manchmal Wunder und die neten Damen und Herren der Schöpfung freuen sich und berichten zuhause von netten Mountainbikern im Wald. Klar, dass bei einer Gruppe von 15 Fahrern nicht jeder HALLOOOOOOO-MAHHHHHLZEIT-SCHÖNEN TACH NOCH und wer weis was noch rufen soll, das klingt zudem bei einem Puls von 175 und mit dem Mundstück der Trinkblase in selbigem recht undeutlich aber Ihr wisst ja, was wir meinen.


Im Regelfall läuft ja auch alles so ab und alle sind glücklich und zufrieden, auch wenn die sch…. Strava-KOM-Zeit wieder nicht gebrochen wurde.


Aber da gibt es dann eben die SCHWARZEN SCHAFE…….


……und die machen es allen Waldbenutzern nicht einfach.


Da ist der auf sein recht pirschende rüstige Rentner mit seinem Dackel, der sich beim kleinsten Geräushc eines Fahrrades von hinten sofort über den ganzen Weg breit macht und den es absolut nicht interessiert, dass sein Hund wegen ihm Angstzustände erleiden muss, weil sich Herrchen direkt mit dem ersten Biker derart verbal in die Wolle bekommt, dass jeder Gangster-Rapper vor Neid erblaßen könnte, was der edle Herr da an Schimpfwörtern in petto hat und da sind die Biker unter uns, denen es egal ist, ob sich die Samstagswandergruppe vom Häkeltreff „Flotte Masche“, die eben schon seit 45 Jahren dort um diese Uhrzeit wandern halb zu tode erschreckt, weil die drei ohne Helm durch den Wald bretternden Rüpel allesamt mit blockierenden Hinterrädern an ihnen vorbei geprescht sind und das bei 3 Wochen regenfreiem Staubboden. Es gibt auch Reiter, die eben mal mit ihren 3 Rossen im 5. Gang durch den Wald galoppieren, ohne Scheibenbremse, die Fury und Co. nach 5 Metern zum stehen bringen. Ebenso hat man verlauten lasen, soll es Herrschaften geben, die trotz dritter Hüft-OP und drei künstlichen Kniescheiben mit ihrem neuem eBike mit 25 Sachen den Berg hoch preschen und zwischen der Hundegassi-Dame mit ihren 23 Hunde an einer Leine durchrasen.


All das muss nicht sein aber es passiert immer wieder und daher noch einmal der Hinweis an alle vernünftigen Mountainbiker unter uns allen, also wahrscheinlich allen, die diese Worte bis zum Ende durchgelesen haben und sich weiterhin für ein rücksichtsvolles Miteinander im Wald einsetzen wollen, nein werden.


KÜNDIGE DEINE VORBEIFAHRT RECHTZEITIG AN. ERSCHRECKE KEINE ANDEREN WEGEBENUTZER! VERMIDNERE DEINE GESCHWINDIGKEIT BEIM PASSIEREN AUF SCHRITTGESCHWINDIGKEIT ODER HALTE AN. BEDENKE, DASS ANDERE WEGENUTZER DICH ZU SPÄT WAHRNEHMEN KÖNNEN. FAHRE, WENN MÖGLICH, NUR IN KLEINEN GRUPPEN! (DIMB-Trailrulez 4. Respektiere andere Naturnutzer!)


HIER findet Ihr die DIMB-Trailrules ausführlich und zum Download in Kurzform.


Wir vom MTBC Düssleodf stehen für ein friedvolles und rücksichtsvolles Miteinander unter allen Waldbenutzern, egal ob auf dem Pferd, mit Hund, auf dem Hollandrad oder zu Fuß. Haltet die Augen offen, wenn Ihr andere Waldnuzer seht, bremst ab und bedant Euch fürs passieren lassen.


WIR SIND DIE GUTEN!


Wir wünschen allzeit Gute Fahrt, Euer MTBC Düsseldorf

3 comments

  1. Danke für diesen Artikel! Genau so ist es! Wenn ich in Schrittgeschwindigkeit an Wanderern vorbeifahre, beschwert sich höchstens einer in zehn Jahren mal. Und den kann man dann auch ignorieren.

    1. Danke für den Lob. Leider verstehen es viele nicht. Man glaubt ja nicht, wie viele sich im Wald zu Fuß bewegen, die noch nie einen Mountainbiker „in Action“ gesehen haben. Ich hab´ sogar schon öfters angehalten und mit verduzten Wanderern gesprochen und Kärtchen verteilt und siehe da, aus grimmigen Gesichtern wurden ganz schnell freundliche welche. Trotzdem hört man immer wieder unsereins sagen „GEB GAS -> BALLERN – BIKEN! PARTYYYYY!!!!“

      MfG Markus

  2. …da schreibt mir jemand aus dem Herz….wir sind die „Guten“ und sollten wir auch bleiben. Spätestens in dem Moment, wo Du ein Trikot Deiner Gruppe trägst transportierts Du auch ein Bild, und das sollte positiv besetzt sein.
    Wir haben in den „Dorf“ Wäldern festgestellt, dass man mit den beschriebenen freundlichen Worten ‚zig mal besser unterwegs ist und auch ein positives Feedback erhält.

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